Klopftechniken

Was ist „Klopfen“?

Die als EFT, TFT oder MET bekannten Klopftechniken sind einfache Methoden, mit denen man blockierende Emotionen zum Fließen bringen kann. Sie eigenen sich als Sofortmaßnahme bei Wut, Ärger, leichteren Ängsten oder Stress und können von den Betroffenen selbst angewendet werden.

Die Emotional Freedom Technik (EFT) wurde in den 70er Jahren von dem Amerikaner Gary Craig auf der Basis umfangreicher Vorarbeiten entwickelt. Der Psychologe Rainer Franke machte die Technik unter dem Namen MET (Meridian Energie Technik) im deutschsprachigen Raum bekannt. Die Thought Feld Therapie (TFT) wurde von Roger Callahan entwickelt, einem der Begründer der über das Klopfen noch weit hinaus reichenden Energetischen Psychologie.

Wie funktioniert Klopfen?

Beim Klopfen werden bestimmte Akupressurpunkte mit den Fingern sanft stimuliert. Dadurch wird der Energiefluss angeregt.

Grundannahme der Klopftechniken ist, dass jeder blockierenden Emotion eine angestaute Energie zugrunde liegt. Wird die Energie ausbalanciert (zum Beispiel durch Klopfen), kann sich auch die Emotion auflösen. Ergebnis ist ein positiver, lösungsorientierter und handlungsfähiger Zustand.

Gibt es negative Emotionen?

Alle Emotionen dürfen sein. Es ist immer besser, eine Emotion zuzulassen, als sie zu unterdrücken und damit in den Körper zu verlagern. Dennoch gibt es wiederkehrende Muster, in denen wir aufgrund alter Verletzungen gefangen sind: Wir reagieren über, weil eine aktuelle Situation unbewusst alten Schmerz aktiviert, der sich dann völlig unangemessen in der Gegenwart entlädt. Solche Emotionen machen uns unfrei und blockiert. Im Unterschied zu authentischen Gefühlen, die unsere wahren Bedürfnisse ausdrücken, haben sie die Tendenz, uns von der Welt und unseren Bedürfnissen zu trennen. Das Klopfen ist ein Weg von vielen, um mit angetauten Emotionen in einer verantwortungsvoll umzugehen, um uns wieder mit unseren Gefühlen zu verbinden.

Kann jeder Klopfen?

Das Klopfen ist eine einfache, wirkungsvolle Technik, die von jedem zu erlernen ist. Dies gilt in erster Linie für die standardisierten Klopfreihen, bei denen bekannte Punkte am Körper in einem festgelegten Schema geklopft werden. In manchen Fällen ist jedoch ein komplexeres Vorgehen erforderlich, bei dem individuelle Punkte getestet werden oder weitere Methoden der Energetischen Pychologie zum Einsatz kommen. Hier für ist das Hinzuziehen eines ausgebildeten Kinesiologen notwendig.

Möchtest Du selbst das Klopfen erlernen, so empfehle ich Dir einen Kurs oder eine Ausbildung zu besuchen. Ein Angebot für einen entsprechenden Workshop findest Du hier.

Ist Klopfen wissenschaftlich?

Wie bei vielen alternativen Heilmethoden fehlen für die als EFT/MET oder TFT bekannten Klopftechniken kontrollierte Studien im herkömmlichen Sinne. Zahlreiche Fallberichte zur Wirkung des Klopfens beschreibt Fred Gallo in dem Buch Energetische Selbstbehandlung. Durch Meridianklopfen traumatische Erfahrungen heilen, 2007. In diesem Buch sind auch Ergebnisse bisher durchgeführter Studien zum Klopfen veröffentlicht. Eine 1987 (Callahan) durchgeführte und 1996 (Leonoff) wiederholte Studie belegte bei jeweils 68 Testpersonen einen deutlichen Rückgang der subjektiven Belastung durch Angstproblematiken und Phobien. 97 Prozent der Teilnehmer wurden damals erfolgreich behandelt. Bei einer 1995 an der Florida State University durchgeführten Studie erwies sich das TFT als die effektivste von insgesamt vier getesteten therapeutischen Kurzzeitverfahren bei Posttraumatischen Belastungsstörungen (Carbonell &Figley 1999). Eine Studie von 2005 (Swingle) ergab, dass Personen, die nach Verkehrsunfällen an PTBS litten, von EFT nachdrücklich profitierten.

Was kann Klopfen nicht?

Gravierende psychologische Probleme oder Traumata bedürfen der Behandlung durch einen entsprechend ausgebildeten Psychotherapeuten. Die Energetische Psychologie versteht sich nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu schulmedizinischen oder psychologischen Behandlungsansätzen oder Therapien anderer Art. Sie ist eine Methode, um auf verhältnismäßig schnelle und wirksame Weise positive Veränderungen einzuleiten und die Selbsthilfe und Selbstverantwortlichkeit der Betroffeenwieder herzustellen.